<<zurück | 25.06.2012

Aus der Gerüchteküche: EEG-Umlage steigt ungebremst

Zum 1. Januar 2012 stieg die EEG-Umlage von 3,53 auf 3,59 ct pro kWh. Dies entspricht einer Erhöhung des mittleren Strompreises für Privathaushalte (25 ct pro kWh) um weniger als 3 Promille.

Welchen Effekt hat der weitere Ausbau der PV in Deutschland auf den Strompreis? Im so genannten Trend-Szenario gehen die Übertragungsnetzbetreiber von einem Photovoltaik-Zubau von circa 4 GW (1 Gigawatt = 1 Milliarde Watt) pro Jahr bis 2016 aus. Die Prognos-AG hat im Auftrag des BSW für dieses Szenario eine durch den PV-Ausbau bedingte Steigerung der Strompreise von ca. 0,5 Prozent pro Jahr ermittelt, in absoluten Zahlen circa 0,12 ct pro kWh (Abbildung 5). Im Jahr 2012 löst der PV-Zubau eine Erhöhung der EEG-Umlage um ca. 0,035 ct je GW installierter Leistung aus. Die Bundesregierung kann die EEG-Umlage allerdings ungebremst steigern, indem sie die Industrie zunehmend von der Umlage befreit. Dadurch verteilt sich die Last auf weniger Schultern.

PV-Zubaus

Abb.: Effekte des PV-Zubaus nach dem Trend-Szenario auf den Strompreis der Privathaushalte


Quelle: "Photovoltaik in Deutschland - Missverständnisse in der öffentlichen Diskussion", Fraunhofer ISE, Presse Lunch 2.2.2012, Berlin