<<zurück | 08.05.2012

Photovoltaik nicht spitzenlastfähig?

In der für den Verbraucher teilweise verwirrenden Themenvielfalt rund um die Photovoltaik taucht auch immer wieder der Begriff der "Grundlastfähigkeit" auf. PV-Anlagen können viel. Sie können jedoch (noch) nicht alles. So hat denn auch die These, PV-Anlagen wären nicht grundlastfähig, wenig Substanz. Denn sie, die These, ist zwar korrekt, die Photovoltaik tritt jedoch heute keineswegs mit dem Anspruch der Grundlastfähigkeit auf. Fakt ist: PV-Anlagen liefern kostbaren Strom zu Spitzenlastzeit. Je höher die Einstrahlung und je höher die installierte Leistung in Deutschland, desto mehr Sonnenstrom kann geliefert werden. Der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber, ein europäischer Verband im Zuge der Schaffung eines Gemeinsamen Strommarktes aus den regionalen Verbänden, schreibt in seiner Bewertung der Versorgungslage im Sommer 2011 in Deutschland: "Major contributions to cover the noon peak load in the South were delivered by photovoltaics" (Die Photovoltaik lieferte bedeutende Beiträge zur Deckung der Mittags-Spitzenlasten im Süden.)


Stromproduktion KW18

Abbildung: Stromproduktion in der Kalenderwoche 18 vom 2.-8.Mai 2011 Quelle: "Photovoltaik in Deutschland - Missverständnisse in der öffentlichen Diskussion", Fraunhofer ISE, Presse Lunch 2.2.2012, Berlin


Über das Jahr betrachtet werden circa zwei Drittel des PV-Stroms in den Monaten April bis September erzeugt während die Windstromerzeugung überwiegend im Herbst und Winter stattfindet - eine gute saisonale Ergänzung und Spitzenlastabdeckung.