<<zurück | 10.02.2012

PV-Anlagen-Besitzer besorgt: Lassen Feuerwehren kontrolliert abbrennen?

In den vergangenen Monaten wurden Besitzer einer Photovoltaikanlage durch eine Reihe von Fernseh-, Radio- und Zeitungsberichten aufgeschreckt. Da war die Rede von Feuerwehrleuten, die durch eine PV-Anlage einen Stromschlag bekommen haben und vom "kontrollierten Abbrennenlassen" von PV-Anlagen. Es wundert nicht, dass diese Berichte zu Verunsicherungen gefhrt haben.

Eine ganze Reihe von Berichten konnte widerlegt werden - zum Teil durch namhafte Institutionen wie das Fraunhofer Institut. So stellte sich heraus, dass sich bei dem Bericht ber den Stromschlag (http://www.youtube.com/watch?v=lrox-kWgLFon) tatschlich eine Solarthermieanlage und keine Photovoltaikanlage auf dem Dach befand - und eine Solarthermieanlage erzeugt keinen Strom. Zudem fand der Einsatz bei Nacht statt und es wurde festgestellt, das bei Mond- oder Scheinwerferlicht keine lebensgefhrlichen Strme in Photovoltaikanlagen auftreten. Es gibt zwar eine hohe Spannung, aber wie beim Weidezaun von Khen lst diese hchstens einen Schreck, nicht aber einen lebensgefhrlichen Stromschlag aus.

Dennoch mchten wir das Thema Sicherheit im Brandfall zum Anlass nehmen, und Sie mit den wichtigsten Fakten versorgen: Auch wenn manche Berichte eher der Sensationspresse als sachlicher Berichterstattung entsprungen sind - Solaranlagen sind anspruchsvolle technische Anlagen und da gilt es fr die Feuerwehr, vorbereitet zu sein. Dies geschieht bereits grndlich durch Schulungen der Feuerwehren, bei denen auf die Gefahren und die Vorbeugemanahmen bei Photovoltaikanlagen hingewiesen wird. Mehr dazu finden Sie in den "Handlungsempfehlungen Photovoltaikanlagen fr Feuerwehren" (http://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/feuerwehr_pv_bswsolar_01.pdf)

Auch wir als qualifizierter Fachbetrieb arbeiten selbstverstndlich nur unter strenger Bercksichtigung der Sicherheitsrichtlinien und -empfehlungen. So werden bei der Verlegung der Gleichstromleitungen von den Modulen zum Wechselrichter in der Regel Kamine genutzt oder es erfolgt eine geschlossene Verlegung an der Auenwand, so dass Gefahren fr Feuerwehreinsatzkrfte so gut wie auszuschlieen sind. Nach dem Kamin- beziehungsweise Auendurchbruch setzen wir nach kurzem Weg den Wechselrichter. Diese Leitung ist maximal 2 bis 3 Meter lang und kann eindeutig gekennzeichnet werden, so dass sie sofort als PV-Leitung erkennbar ist. Einen Feuerwehrschalter empfehlen wir nur bei greren Lngen im Haus oder wenn der Steigepunkt sich innerhalb der Wohnrume befindet. Zustzlich knnen Hausbesitzer den Einsatzkrften durch ein Hinweisschild (http://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/Hinweisschild_PV.pdf) und mit einer schnell greifbaren Dokumentation ber Kabelverlufe und Montageorte der Photovoltaikmodule und Wechselrichter helfen. Sollten Fragen offen sein, sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.