<<zurück | 23.02.2010

Solarstrom weiter wirtschaftlich attraktiv
– trotz Kürzung der Förderung

Gegen die laute Kritik von Verbänden und Verbraucherschützern hat das Bundeskabinett die Kürzung der Solarförderung gebilligt. Gleichzeitig wurde jedoch betont, dass der Ausbau der Solarenergie weitergehen soll.
Mit dem Kabinettsbeschluss wird der garantierte Preis für Strom aus Anlagen auf Dächern und Freiflächen zum 1. Juli gekürzt. Von den geplanten Kürzungen sind bereits bestehende Anlagen nicht betroffen.

Im Klartext heißt das: Die Vergütung für ins Netz eingespeisten Strom sinkt auf 33 Cent pro Kilowattstunde. Wer den erzeugten Strom selbst verwertet kann einen Vorteil von 40 Cent pro Kilowattstunde Sonnenstrom genießen. Die Erstattungssätze gelten für das Jahr der Installation und die folgenden 20 Jahre.

Auch für Verbraucher, die sich nach dem 1. Juli für eine neue PV-Anlage entscheiden, bleibt die Wirtschaftlichkeitsberechnung unter dem Strich positiv. Das liegt vor allem am Rückgang der Preise für PV-Anlagen, die gegenüber dem Jahresanfang 2009 um circa 30 Prozent gesunken sind. Weitere leichte Preissenkungen werden ab dem 1.7. erwartet.

Rechnet man die günstigen Einkaufspreise gegen die reduzierte Förderung, bleibt das Kosten-Einnahmeverhältnis unter dem Strich für Verbraucher vergleichbar positiv.

Beispielrechnung:

 

bis 30.Juni 2010 ab 1. Juli 2010

Investition/ Kaufpreis einer PV-Anlage
mit 4 kWp*

13.000 Euro 11.900 Euro
Jahresertrag bei 30% Eigennutzung 3.400 kWh 3.400 kWh
Vorteil pro Jahr 1.350 Euro 1.200 Euro
Amortisationszeitraum 9,6 Jahre 9,9 Jahre

* kWp = Kilowatt-Peak (Spitzenleistung)

Weitere Infos rund um das Thema Solartechnik halten wir für Sie bei unseren Infoabenden am 13. April, 4. Mai und 8. Juni bereit. Die aktuellen Termine und Themen finden Sie hier.